Shimanami Kaido

(No english version available, just pictures)

Shimanami Kaido ist eigentlich ein Expressway (eine Art Autobahn), die sich von der Hauptinsel Japans Honshu mit Bruecken ueber sechs Inseln mit der viertgroessten Insel Shikoku verbindet. Zusammen bildet der Shimanami Kaido die laengste Strecke an verbundenen Haengebruecken der Welt. Das tolle an der Strecke ist, dass sie auch perfekt auf Radfahrer ausgerichtet ist. Der Verkehr ist ueber weite Teile getrennt, die Bruecken haben eigene Auffahrtswege fuer Radfahrer und die Bewohner der Inseln sind die vielen Radfahrer gewoehnt. Neben einer sehr guten Radfahrkarte und weiteren Attraktionen nebst der Strecke, stehen auch zwei Verleihsysteme mit insgesamt 14 Stationen zur Verfuegung. 

Die Strecke gibt es seit 1999 und weite Teile der Strecke faehrt man direkt am Meer (Seto Inland Sea) entlang. Fuer einen schonene Tag ein perfekter Ausflug, oder?

Dann mal los. Das Leihrad kostet nur 500 Yen. Okay es ist nicht das was ich gewohnt bin, aber es hat immerhin sogar 8 Gaenge (wobei ich am Ende der Meinung war, dass die so ziemlich alle das Gleiche sind!). 

Das erste Stueck legt man mit einer 10 minuetigen Faehrenueberfahrt zueruck. Groesste Herausforderung dabei? Nicht in einer der klassischen japanischen Riesentouristengruppen mit Fuehrer inkl. Wimpelfahne unterzugehen.

Dann kanns auch schon losgehen. Jeden Kilometer ist eine Markierung auf der Strasse, die anzeigt wie viel Kilometer es noch nach Imabari bzw. Onomichi sind (je nachdem von wo man aus startet). 

Meinem Radl und mir gings bis Kilometer 30 mal ganz gut. Dann war aber Zeit fuer eine wohlverdiente Pause in Form eines Matcha-Mango-Gelatos (aus Matcha wird hier echt alles moegliche gemacht!).

Urspruenglich war der Plan bis ca. zur Haelfte zu fahren, und dann mit der Faehre zurueck nach Onomichi. Das wurrde mir zumindest an der Verleihstation so empfohlen. Da ich aber schon nach knapp 1.5 Stunden am Ziel war, musste ein neuer Plan her. Bis ans Ende nach Imabari fahren war keine Option, da mir keiner so genau sagen konnte wann wohin welche Busse retour fuhren, und ich ja noch meinen Dorfbus zurueck zur Farm erwischen musste (wobei ich auch keine Ahnung hatte wann der genau fuhr). 

Alternative? Bis zur Haelfte, also ~37km, dann umdrehen und zuerueck nach Onomichi. Sagt sich so einfach, und die letzten 15km waren eine, sagen wir mal, zache Angelegenheit. Zum Glueck kommt hier (zumindest fuer mich) die japanische Gastfreundschaft immer zur Hilfe: Ein pensioniertes Ehepaar, duerfte wohl meine Leiden gesehen haben und war so nett mich in ihren Orangen und Gemuesegarten zum Verweilen einzuladen und bot mir Getraenke und Fruechte an. 

Fix und Foxi, aber froh ueber die schoene Ausfahrt, gings dann wieder von Onomichi aus ins naechste Abenteuer: Den Busplan entziffern. ;-)