Living in a Buddhist Temple

(Deutsch/Englisch beide innerhalb des Artikels. English/German both within the article)

What do an American medicine Student, a Slovenian Diplomat, a Japanese industrial designer and me have in common? Yes, as you might already know from the title we stayed together in a Zen Buddhist Temple. Was haben ein amerikanischer Medizinstudent, eine slowenische Diplomatin, ein japanischer Industriedesigner und ich gemeinsam? Richtig, wir verbringen gemeinsam einige Tage in einem buddhistischen Zentempel.

After experiencing Zazen (Seated Medidation) a several times in Vienna, I decided to get a better understanding of it right where it comes from: Japan. Kyoto is known as a spiritual center of Japan with hundreds of temples (This was actually the reason why the Americans decided to drop the Bomb in Hiroshima instead of Kyoto.). I was lucky enough to be able to stay 3 days at the small Rinzai (there or two types or Zen in Japan - Rinzai and Soto) temple Jotokuji (part of Tekinshinjuku) in the mountains around Kyoto. Nachdem ich bereits einige Male in Wien eine Zazen (Sitzmedidation) besucht habe, wollte ich mehr wissen. Wo nicht dann, wenn nicht in Japan - dem Ursprungsland von (Za)zen. Kyoto gilt mit seinen hunderten Tempeln als eines der spirituellen Zentren Japans (was übrigens für die Amerikaner der Grund war die Atombombe nicht in Kyoto sondern in Hiroshima zu zünden) und ich verbrachte dort 3 Tage im kleinen Rinzai (In Japan gibt es 2 Richtungen von Zen - Rinzai und Soto) Tempel Jotokuji.

The first challenge was to get there. The description they gave me involved taking 2 different buses. Unfortunately one of them is only scheduled every 2 hours so I took a 25 minutes walk, not quite sure if the direction is right at all (Thankfully the tourist information at the railway station provided me with a map.). Walking in the burning hot sun with my large, large, large backpack was kind of the first part of suffering - which is an basic element of Zen - the so called "First noble truth: Life is suffering." Die erste große Herausforderung war jedoch erst einmal zum Tempel selbst zu gelangen. Nach der Beschreibung sollte man 2 bestimmte Busse nehmen, einer davon fuhr leider nur alle zwei Stunden. Also blieb mir nicht viel anderes über als in die ungefähre Richtung des Tempels loszumaschieren. Nach 25 Minuten (ich war mir in keinem Moment sicher, ob ich überhaupt am richtigen Weg bin) in sengender Hitze mit meinem Riesenrucksack schaffte ich es dann jedoch doch. Irgendwie war das sozusagen mein erstes "Leiden" auf meiner Zenreise. Zen sieht Leiden in der "Ersten noblen Wahrheit" als "Leben ist Leiden". 

As I arrived by four in the temple and was given quick introduction by the sole temple tenant Genryo-san. Genryo isn't actually his real name, it is his monk name given by the master of the temple. He is a monk for three years at this very special temple, as it is willing to accept foreigners. This is due to an journey of the old master of this temple (he already died) to the Pope. After witnessing the differences and his experiences in Europe, he decided it would be a good idea to be open for foreigners. Knapp vor vier im Tempel angekommen gab es eine schnelle Einleitung vom einzigen permanenten Tempelbewohner Genryo-san. Genryo ist eigentlich nicht sein richtiger Name, sondern sein Mönchname, den er von seinem Meister erhielt. Er ist seit drei Jahren nun ein Mönch in diesem speziellen Tempel, der auch Ausländer als Gäste und auch als Mönche aufnimmt. Der letzte Meister (inzwischen verstorben und der Tempel wird durch einen Meister eines nahen anderen Tempel betreut) beschloss nach einer Reise zum Papst und durch die Inspiration dadurch auch Ausländern die Möglichkeit von Zen in seinem Tempel zu bieten. 

Short quiz - The names of the guests are written on a board, who can find mine? / Kurzes Quizz - Die Namen der Tempelgaeste werden an eine Tafel geschrieben, wer findet meinen? :-)

As opposite as most beliefs zen only attempts to attain enlightenment. It is Not a Religion, as Zen only concentrates on the experience of enlightenment and is not interested in any further interpretations. A well-known Zen writer called D.T. Suzuki said, 'Zen is discipline in enlightenment'.  Im Gegensatz zuviele Glaubensrichtung ist Zen ausschließlich daran interessiert Erleuchtung zu erlangen. Also sozusagen eine persönliche "Weiterbildung". Ein bekannter Zen-Schriftsteller namens D.T. Suzuki schrieb, 'Zen ist Disziplin in Erleuchtung'. 

The most compact and clear explanation what enlightenment is or what Zen tries to reach, I read in a book from the temples library. Die für mich klarste Beschreibung was Erleuchtung und somit auch Zen ist, have ich einem Buch aus der Tempelbibliothek entnommen. 

 "We all have intuitive insights in our everyday life. One for example is the situation where we have forgotten the name of a person or place, or some other word, and cannot produce it in spite of the utmost concentration. We have it "on the top of our tongue" but it just will not come out, until we give up and shift our attention to something else when suddenly, in a flash, we remember the forgotten name. No thinking is involved in this process. It is a sudden, immediate insight. In our everyday life these direct intuitive insights are normally limited to extremely brief moments. Zen tries to extend these moments and ultimately become a constant awareness. " "Wir alle haben intuitive Einsichten in unseren alltäglichem Leben. Ein Beispiel dafür ist, wenn wir beispielsweise den Namen einer Person vergessen haben. Selbst bei höchster Anstrengung ist es uns nicht möglich uns an den Namen zu erinnern. Es liegt uns sozusagen " auf der Zunge". Sobald wir jedoch Aufgeben und unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes Lenken, fällt uns plötzlich der Name in einem Geistesblitz wieder ein. Wir Denken dabei nicht nach, benutzen nicht unseren rationalen Verstand oder analysieren die Situation mit Hilfe unseres Intellekts. Diese intuitiven Einsichten sind jedoch sehr kurz in unsrem täglichen Leben. Zen versucht diese kurzen Momente zu verlängern bis hin zu einem Stadium der "permanten Aufmerksamkeit". 

 Furthermore you can imagine we have a rational mind and the intuitive mind. The aboved described constant awareness can then be reached by letting our intuitive mind fully operate - which is only possible if we shutdown or minimize our rational mind. And - this shutting down can be done by Zazen for example.  Des Weiteren kann man sich vorstellen, dass wir einen sogenannten rationalen und einen intuitiven Verstand haben. Der oben beschriebene Zustand der "permanenten Aufmerksamkeit" kann nun erreicht werden, in dem wir unseren intuitiven Verstand die Oberhand geben, wozu jedoch der rationale Verstand in den Hintergrund treten muss. Dieses "in den Hintergrund treten" des rationalen Verstandes kann eben durch Zazen erreicht werden. 

The life at the temple is at first sight quite basic and strict. But you have everything you need and also enough free time for yourself. The rest of the day is organised as follows: Das Leben im Tempel ist auf den ersten Blick sehr strikt und einfach. Aber man hat auf jedenfall alles was man (wirklich) braucht und auch ausreichend Freizeit. Alle Tage sind wie folgt organisiert: 

Yes, you read right. Getting up is at 4.50, and even then you have to be quite quick. Next to fee time there are for parts of temple life:  Jap, 4:50 aufstehen ist ernst gemeint. ;-) Und selbst das geht sich nur aus, wenn man ein flotter Aufsteher ist. ;-) Im Prinzip ist neben freier Zeit das Programm viergeteilt:

Sutrenrezitation / Sutrarecitation 

In Zen Buddhism Sutras are recited three times a day and before meals. Simply old indian and japanese text are said in a monotonous way - sometimes supported with gongs or drums. Im Zen Buddhismus werden dreimal taeglich und vor den Mahlzeiten Sutren rezitiert, d.h. monoton runtergesprochen, teilweise mit Trommeln oder Gongs unterstuetzt. Verfasst sind diese meist in einer alten indischen Sprachen, oder in (Alt)japanisch. Die Moenche selbst verstehen den Grossteil davon nicht. Um den Inhalt selbst geht es auch gar nicht, sondern eher um eine Art Induktion der Trance, eine Selbsthypnose um eine bessere Ausgangsbasis fuer Zazen zu erhalten. EIn bisschen ein Spookiegefuehl wenn man 30-45 Minuten Texte laut innerhalb einer Gruppe rezitiert, von denen man keine Ahnung hat von was sie eigentlich handeln. :-)

Zazen 

Zazen itself is a seated form of meditation, the main element of Zen to reach enlightenment. The practitioners are sitting together in the so called zendo on cushions called zafu. The leading monk starts the session with ringing a bell for three times. A session normally consists of 2 times 25 minutes. Within these 50 minutes the practitioner should not move at all and should remain in the meditation posture (as shown as in the picture). Of course sitting for 50 minutes in this posture is not so easy, especially in the beginning the legs get numb. Zazen ist eine Art der Sitzmedidation, das Hauptelement von Zen. Dabei versammeln sich die Teilnehmer im sogenannten Zendo und sitzen auf runden oder eckigen Polstern, die sich Zafu nennen. Der leitende Moench startet eine Session mit dem dreimaligem Klingeln einer Glocke. Normalerweise dauert eine Session 2x 25 Minuten. Waehrend dieser 50 Minuten sollten sich die Teilnehmer nicht bewegen und in der Meditationspose verbleiben. Natuerlich ist das gerade am Anfang nicht so einfach, und vorallem die Beine schlafen sehr schnell ein. 

Essen / Eating 

The Eating in a Zen Buddhist temple is not what I am used too and what represents my idea of food. Actually the eating itself is seen as a serious act, nearly even a meditation. Food is seen as something that keeps you alive and healthy, but not as food to enjoy or a event for communicating with the other diners. An interesting aspect is the cleaning of the dishes after the meals. Everyone receives a small radish. This radish goes into the biggest bowl together with hot water. With the chopsticks everyone then cleans the biggest bowl with the chopsticks by moving the small radish around. This process repeats with every bowl by pouring the radish and the water to the next smaller bowl. In the end you eat the radish and drink the water. Essen im Zen Buddhismus ist nicht das was ich gewohnt bin und ist nicht ganz vereinbar mit meinen Ansichten zum Thema Essen. Essen ist eine sehr ernste Angelegenheit, fast wie Meditation. Das Essen wird nur als ein Element angesehen um gesund zu bleiben, aber nicht als Genussmittel oder gar als Plattform um sich zu unterhalten. Das Essen wird schweigend und schnell zu sich genommen. Interessant ist das Reinigen des Essgeschirrs nach dem Essen. Die kleinen Schuesseln werde mit einem kleinem Stueck Rettich, den Staebchen und heissem Wasser gereinget und am Ende getrunken.

 Arbeit / Work 

The work is mainly cleaning the temple, and unfortunately work, which seems mainly useless in most cases. Weeding endlessly are wet cleaning wood were my top two favorite useless tasks. However, it simply trains you to accept, obey and also helps you to shut down your rational mind and therefore ultimately supports your Zen experience. Die Arbeit im Tempel besteht primaer aus Reinigung, und leider auch primaer aus sinnloser Arbeit. Zumindest erscheint es so. Unkraut jaeten und nass Abwischen von Tempelpfosten zaehlten zu meinen Favoriten der Sinnlosarbeit. Wie auch immer man ueber diese Arbeit denken mag, es soll einen dazu bringen zu Akzeptieren, zu Gehorchen und unterstuetzt einen dabei seinen Rationalen Verstand zu unterdruecken, und damit ultimativ das Zen Erlebnis zu verstaerken.

Fazit

Several times I had to fight with myself not to just roll myself around on the floor and shut out loudly. However, in the end I am grateful for this amazing experience. The thoughts that came to my mind during that short stay, showed me a glimpse of the world of Zen Buddhists. Ich hatte zwar mehrmals mit mir selbst zu kaempfen, nicht mich laut schreiend am Boden zu waelzen, aber schlussendlich war es für mich ein einmaliges Erlebnis, dass ich nicht missen moechte. Die Gedanken, die sich mir nach nur so einem kurzen Aufenthalt eroeffneten, gewaehrten mir einen kleinen Einblick in die Welt der Zen Buddhisten.